Sonntag, 28. November 2010

Die Antwort auf Smartphones für technische Minimalisten

„Es ist das simpelste Handy der Welt“ – damit wirbt der Amsterdamer Hersteller des John`s Phone, der sein Telefon „nur zum Telefonieren“ in China herstellen lässt und es ab 69.95 Euro anbietet.

Das Telefon ist nicht etwa in fünf verschiedenen Ausführungen, sondern nur in fünf verschiedenen Farben zu haben: in weiß, pink, grün, braun und als „Business-Ausführung“ in schwarz. Ein paar Extras gibt es auch, wie zum Beispiel Ohrstöpsel, um auch freihändig telefonieren zu können. Es wird im Besonderen darauf hingewiesen, dass nun Schluss ist mit all den Klingeltönen, den unnötigen Sachen wie Kameras und dem Gesimse. Hier wird nur telefoniert, aber das überall auf der Welt, außer in 3G-Netzwerken in Süd-Korea und Japan. Eine Ladung der Batterie soll 3 Wochen halten. Als besonderes Highlight gilt, dass im hinteren Teil ein Adressbuch eingebaut ist, für das auch ein Stift geliefert wird, der für 1 Euro extra bestellt werden muss. Die Herstellerfirma John Doe wirbt damit, dass damit das Telefon ein sehr geeignetes Gerät für ältere Menschen und Kinder sei und somit auch zwei Funktionen aufweisen könne, die beim ausgeschalteten Gerät zur Verfügung stehen; nämlich einmal kann man den Stift benutzen sowie eine Adresse, bzw. Telefonnummer aufschreiben, falls man das "Funktion" nennen kann.

 Es gibt weiterhin einen einzigen Klingelton und zehn Kurzwahl-Speicherplätze. Das Gerät misst 10,5 x 6 x 1,5 Zentimeter und wiegt 95 Gramm. Es ist in weißer Farbe zu einem Preis von 70 Euro zu haben, Varianten in braun, rosa, schwarz und grau-grün kosten 10 Euro mehr.
Auf Design wurde vollkommen verzichtet und wenn einem so ein Teil irgendwo begegnet, kommt man Sicherheit nicht darauf, dass es sich hier um ein Handy handeln könnte, es sieht eher aus wie der Versuch einer Fernbedienung.
Zu beziehen ist dieses Gerät online in John`s Store.

Donnerstag, 18. November 2010

32 500 Millionäre in der Türkei

Seit September 2010 liegen auf türkischen Banken Guthaben von insgesamt 537 Milliarden und 19 Millionen Türkische Lira (etwa 270 Milliarden und 9.5 Millionen Euro), die zu 45 Prozent den 32 526 Millionären in der Türkei gehören.

Wenn ich wählen dürfte, würde ich mit "ja" stimmen

Das sagte Hillary Clinton heute bei einer Pressekonferenz mit dem österreichischen Außenmininster Michael Spindelegger: "Leider haben wir keine Stimme. Aber wären wir EU-Mitglied, wir würden die Mitgliedschaft der Türkei in der EU unterstützen".

Mittwoch, 17. November 2010

Adressat: Anton Gustaf Nortpol...

So kann es gehen. Wir geben bei einer Firma telefonisch eine Bestellung auf und werden nach unserem Namen gefragt. Dann buchstabieren wir möglichst professionell, damit es keine Missverständnisse gibt: ANTON...GUSTAV...NORDPOL usw.

Glücklicherweise wurde die Adresse richtig verstanden und wie glauben Sie, kam das Päckchen an? Kein weiterer Erklärungsversuch - das Foto spricht Bände.

Sonntag, 14. November 2010

Facebook gegen Google?

Laut einer Meldung der Nachrichtenseite "TechCrunch" soll am Montag, 15. November in San Francisco eine Presse-Erklärung herausgegeben werden, dass Facebook die email-Adresse fb.com gekauft hat.

Das soziale Netzwerk "Facebook" hat mittlerweile etwa 550 Millionen Mitglieder und bereits etwa ein Drittel des Anzeigenmarktes in den USA besetzt; man spricht von 297 Millionen Anzeigen und einem Umsatz in 2009 von 800 Millionen USD. Gegenüber 2009 mit 3 Stunden sollen Facebook-Nutzer inzwischen 5 Stunden täglich auf den FB-Seiten verbringen.

Samstag, 13. November 2010

Abdullah Gül hat die ‘Türban-Frage” satt

Gerade heute aus Türkmenistan zurück gekehrt, gab der türkische Staatspräsident Abdullah Gül bei einer Pressekonferenz am Flughafen bekannt, dass er all die Fragen zu der Kopftuch-Diskussion satt habe.

„Was soll das denn? Jeder soll die Freiheit haben zu sagen, was er denkt, was er schreibt und was er anzieht. Das immer wieder auf die Agenda zu bringen, ist doch sinnlos“. Das sagte Abdullah Gül bei seiner Rückkehr aus Türkmenistan, als er von einem Reporter zur Kopftuchfrage angesprochen wurde. „Offen gesagt, habe ich Nase voll von diesem Turban-Thema. Selbstverständlich haben Sie als Journalist das Recht dazu, zu fragen, aber von diesem Thema habe ich tatsächlich inzwischen genug. Was soll das denn? In der Türkei gibt es so viele Themen zu besprechen. Unsere demokratischen Grundrechte und Freiheiten werden wie in Europa sein. Die Türkei wird auf den modernsten demokratischen Stand gebracht. Darum legen wir auch größten Wert auf die demokratisch-freiheitlichen Grundrechte“.

Es ist die ewige Diskussion, ob das Tragen eines Kopftuches zu den freiheitlichen Grundrechten einer türkischen Staatsbürgerin gehört oder nicht. Seit die AK-Partei von Tayyip Erdogan und Abdullah Gül die türkischen Staatsgeschäfte übernommen haben, ist die hitzige Diskussion um den „Türban“, das eng am Kopf anliegende und um den Hals gebundene Kopftuch, nicht mehr abgerissen. Irgendwie verständlich, dass der  türkische Staatschef nicht mehr andauernd darauf angesprochen werden möchte, wenn man dazu noch bedenkt, dass letztlich er selbst es war, der mit seiner First Lady diese Debatte überhaupt in Gang gesetzt hat.

Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk hatte jegliche Kopfbedeckungen, und damit auch das Kopftuch, aus öffentlichen Einrichtungen verbannt. Schon mit der Wahl von Erdogan zum Ministerpräsidenten zog eine Türban tragende Frau, nämlich Erdogans Ehefrau Emine, an der Seite ihres Mannes in Ankara ein. Die meisten Kemalisten empfanden dies als Affront gegen die laizistische Republik Türkei. Kurz darauf wurde Abdullah Gül im dritten Wahlgang zum Staatspräsidenten gewählt. Auch seine Frau trägt den Türban. Wie befremdlich diese Kopfbedeckung einer First Lady in der Türkei ist, kann vielleicht an der Tatsache gemessen werden, dass es erst den Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten brauchte, damit Frau Gül nach drei Regierungsjahren ihres Mannes erstmalig gemeinsam mit Christian und Bettina Wulff die Militärparade abschritt.

Natürlich hat Abdullah grundsätzlich Recht wenn er sagt, es gebe in seinem Land andere Dinge zu besprechen als immer wieder nachzufragen, ob nun die Kopftücher und Turbane in Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen erlaubt sein sollen oder nicht. Da ist es auch keine große Hilfe, dass Hayrünnisa Gül kürzlich bekannt gab, sie halte nicht viel davon, dass Mädchen bereits in der Grundschule Kopftücher tragen, da sie in diesem Alter noch nicht in der Lage seien, selbst zu entscheiden, ob sie nun bedeckt oder nicht bedeckt sein wollten.

Seit einigen Wochen kursiert ein Video im sozialen Network „Facebook“, in dem eine Studentin im Hippie-Style der 70-er zu der Kopftuchfrage an türkischen Hochschulen befragt wurde. Diese Studentin erzählt dort, dass einigen männlichen Studienkollegen das Tragen einer Mütze verboten wurde, aber das Tragen von Kopftüchern in den verschiedenen Stilrichtungen, die zur Zeit eine Art „islamische Mode“ darstellen, toleriert wurden.

Wenigstens hat diese Studentin sich die Freiheit genommen laut darüber nachzudenken, wo denn der Unterschied zwischen Mützen und Kopftüchern – beides schließlich Kopfbedeckungen – liegen könnte.